Lukas Rydygel

man sagt ... seine Lieblingsmusik hört sich an wie ein Sturm.

Feb 2013 07

Why Wordpress SUCKS! 13:14:22

Eigentlich merkwürdig, dass ich einen Post mit diesem Titel verfasse, wo doch ein Großteil meiner Arbeit darin besteht, Seiten und Blogs mit Wordpress umzusetzen. Die Antwort ist ganz einfach. Wordpress ist für viele Kunden lediglich aus folgenden Gründen attraktiv.

Kunde

  1. einfache Installation und Nutzung
  2. auch für Laien sind simple Änderungen recht einfach durchzuführen
  3. viele kostenlose Themes und Plugins
  4. fertiges Backend (Adminbereich)
  5. recht niedrige Kosten in der Entwicklung

Doch der Kunde interessiert sich meistens nicht für die technische Sicht auf ein Projekt, sondern lediglich dafür, dass es einige für ihn fühlbare Vorteile bringt. Egal wie schlecht es auch programmiert ist, hauptsache es läuft und das auch noch für einen sehr niedrigen Preis, da lediglich Themes und ggf. Plugins programmiert werden müssen, aber kein komplettes System, auch wenn dies in viele Fällen wohl die bessere Lösung wäre.

Doch beleuchten wir einmal die Seite der Programmierers mit allen Aspekten und Fällen die auftauchen können und nehmen das System einmal knallhart auseinander.

Programmierer

  1. kein OOP, geschweige den MVC
  2. undurchsichtiger Coide
  3. Mischung aus altem und neuem Code
  4. keine einheitliche Benamung
  5. viele Funktionen haben keinen Rückgabewert, sondern geben direkt Inhalte aus
  6. viele Wrapper-Funktionen
  7. teilweise lange Einarbeitungszeiten um zu verstehen, was intern passiert
  8. unglaublich schlechte Community
  9. globalen Variablen wohin man auch schaut
  10. ständige Sicherheitslücken die gestopft werden
  11. dadurch viel zu viele Updates
  12. unendlich viele Plugins
  13. schlecht programmierte Plugins
  14. viele Elemente können nur schwer oder mit größerem Aufwand angepasst werden
  15. keine wirkliche Unterstützung von Mehrsprachigkeit
  16. schlechtes Caching
  17. keine Individualität

Allgemein kann man wohl sagen, dass man die Bezeichnung Programmierer im Fall von Wordpress eher in Wordpress Entwickler ändern muss, den mit Programmierung hat das ganze eher wenig zu tun.

Die Kosten für ein eigenes System sind zwar in der Regel höher als die Kosten ein Wordpress aufzusetzen, jedoch ist die Freude die man an einem solchen System hat, weitaus größer und hält auch weitaus länger. Anpassungen im laufenden Betrieb sind in der Regel weitaus einfacher möglich, neue Module lassen sich problemlos einbauen und auch Änderungen im Design sind weitaus weniger kompliziert als dies bei Wordpress mit seinen festen Komponenten der Fall ist.

Vielleicht denkt der ein oder andere Kunde ein wenig nach und versteht seinen Programmierer nun etwas besser.

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