Lukas Rydygel

man sagt ... er liebt seine E-Gitarre.

Jul 2014 10

Webseiten von der Stange 12:36:29

Für viele, die eine Webseite oder einfach nur einen Blog möchten, ist es ein Traum. Doch für genauso viele Entwickler ist es das Gegenteil. Wordpress Themes werden einem heutzutage von allen möglichen Anbietern praktisch hinterher geworfen. Für wenig Geld bekommt man ein Theme, welches mit einer einfachen Installation so gut wie alles kann, was sich ein Kunde wünsch.

Alles? Ja, oft sogar zu viel! Die Themes sind dadurch sehr aufgeblasen, beinhalten zu viele JavaScript Spielereien, welche in den seltensten Fällen benötigt oder manchmal sogar sehr unpraktisch sind. Es wird nicht auf bestehende Frontend Frameworks zurück gegriffen, sondern das Rad neu erfunden. Der Code ist undurchsichtig, nicht gut dokumentiert und einfache Anpassungen lassen sich oft nur schwer durchführen, da es viel zu viele Abhängigkeiten gibt. So habe ich bereits Themes vor der Nase gehabt, die alle Inhalte, die vom Standard-Editor von Wordpress kommen, durch Inhalte des eigenen Page-Builders überschreiben, slebst, wenn dieser nicht benutzt wurde. Sicherlich ist ein Page-Builder sehr praktisch, wenn man Kunden hat, welche sich sehr schwer damit tun, Inhalte zu pflegen. Aber will ich als Entwickler dafür neue Templates bauen, wenn ich nicht ohne großes suchen nachvollziehen kann, wie die Inhalte nun ins Template kommen? Eher nicht!

Nach meiner Erfahrung kostet es fast genausoviel Zeit ein fertiges Theme umzuschreiben und zu reduzieren, wie wenn man ein neues Theme erstellen würde, welches nur die Funktionalitäten bietet, die der Kunde auch wirklich will. Sicherlich muss man dann aufpassen, wie man mit dem Design umgeht, welches meist der erste Grund ist, weshalb man sich für ein Theme von der Stange entschieden hat, doch dies ist eine anderen Geschichte.

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